"Gute Gespräche zu führen, gibt mir Kraft"

04.10.2022
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Marlies Blaschko
Freiwilligen­zentrum Salzburg
Vereinsleitung
Mein schönstes Erlebnis war mein Besuch nach dem ersten Lockdown. Als mich Herr B. nach so langer Zeit wieder gesehen hat, hat er richtig gestrahlt.
Maria Leymüller
Freiwillige
Maria Leymüller engagiert sich seit ihrer Pensionierung beim Besuchsdienst für Senior*innen vom Diakoniewerk Salzburg und betreut einen 94-jährigen Herrn im Pflegeheim.

 

SALZBURG. Bis zu seiner verletzungsbedingten Mobilitätseinschränkung unternahmen die beiden ausgedehnte Spaziergänge und Museums-besuche, die oft bei gegrillten Calamari in einer Salzburger Trattoria ihren Ausklang fanden. Nun werden digitale Medien genutzt, um sich regelmäßig über Erlebnisse aus vergangenen Zeiten und aktuelle Literatur auszutauschen. Im Rahmen der Zertifikatsübergabe erzählt uns die Absolventin des Werkzeugkoffer für Freiwillige über ihr Engagement.

 

Maria im Word-Rap

 

Als Kind wollte ich …

in den Kongo, um Sozialhilfe zu leisten.

Mein Lebensmotto ist …

den Dingen gegenüber immer positiv eingestellt sein.

Ich kam auf die Idee Freiwilligenarbeit zu leisten …

während ich meinen Mann gepflegt hatte. Ich dachte mir damals, wenn ich in Pension bin und mein Mann nicht mehr am Leben ist, werde ich mir eine freiwillige Betätigung suchen. Geworden ist es der Besuchsdienst für Senior*innen vom Diakoniewerk.

Herr B. (Betreuter) erzählt mir besonders häufig …

von der Vergangenheit. Er ist sehr belesen und wir haben eine gute Gesprächsbasis. Herr B. hört schlecht und daher kommunizieren wir viel – trotz seines hohen Alters – über den Computer.

Wenn ich etwas verändern könnte …

möchte ich, dass es nicht mehr so viel Neid in unserer Gesellschaft gibt.

Kraft gibt es mir …

wenn Menschen mich so annehmen, wie ich bin.

Herr B. (Betreuter) schätzt mein Engagement, weil …

wir uns sehr gut verstehen.

Mein schönstes Erlebnis bei der Freiwilligenarbeit war …

mein Besuch bei Herrn B. nach dem ersten Corona-Lockdown. Als er mich nach so langer Zeit wieder gesehen hat, hat er richtig gestrahlt.

Mein Lieblingsmodul aus dem Werkzeugkoffer war …

Gewaltfreie Kommunikation. Ich war positiv überrascht von den Inhalten.

In fünf bis zehn Jahren wünsche ich mir, dass …

ich nach wie vor gesund bin und mein Leben genießen kann.

Solidarität bedeutet für mich, dass …

wir füreinander da sind.

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