#immerfreitags: Klarere Regeln für Ferienlager gefordert

11.07.2025
Eine Gruppe von Kindern zieht gemeinsam an einem Seil, während sie in der Natur spielen und lachen.

Die Meldungen der Woche

 

Klarere Regeln für Ferienlager gefordert

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs drängen auf klare Regeln für Ferienlager. In einem aktuellen Positionspapier fordern sie einheitliche gesetzliche Mindeststandards. Vorgeschlagen werden unter anderem verpflichtende Kinderschutzkonzepte, jährliche Vorlage von Strafregisterbescheinigungen für alle Betreuungspersonen sowie verpflichtende Schulungen zum Kinder- und Jugendschutz. Zuständig sind die Bundesländer – nur Kärnten, Tirol und Vorarlberg haben bisher entsprechende gesetzliche Regelungen geschaffen. Das Familienministerium verweist auf das neu geschaffene "Gütesiegel an Organisationen und Vereine mit geprüften Kinderschutzkonzepten". Strengere bundesweite Vorgaben seien "genau abzuwägen". Man wolle freiwillig organisierte Ferienlager nicht mit zusätzlicher Bürokratie belasten (diepresse.com).

Neuer Höchststand

Immer mehr Jugendliche engagieren sich im Rahmen eines Gedenkdienstes freiwillig im Ausland. Sie arbeiten in Holocaust-Gedenkstätten, unterstützen Bildungsarbeit und helfen bei der historischen Aufarbeitung. Der Dienst dauert meist zehn bis zwölf Monate und kann den Zivildienst ersetzen. 2025 starten mehr als 300 Freiwillige ins Ausland – ein neuer Höchststand. Das Sozialministerium fördert den Einsatz mit rund drei Millionen Euro jährlich. Bundesministerin Korinna Schumann lobt das Engagement: "Diese jungen Menschen beweisen viel Mut." (sozialministerium.gv.at)

OÖ: 96 % der Leistungen im Sport ehrenamtlich

In Oberösterreichs Sportvereinen stemmen Freiwillige rund 96 % aller Tätigkeiten. Auf eine bezahlte Kraft kommen damit rechnerisch 305 Freiwillige. Das geht aus einer aktuellen Studie von SportsEconAustria hervor. Würde diese Arbeit entlohnt, entspräche ihr Wert rund 241 Millionen Euro jährlich – fast das Dreifache der gesamten Vereinseinnahmen. Zentrales Ergebnis: Die meisten Ehrenamtlichen engagieren sich im ersten Jahr nach dem Vereinsbeitritt – danach sinkt die Bereitschaft deutlich. Wer nicht früh eingebunden wird, bleibt oft passiv. Die Studie basiert auf einer Online-Befragung von mehr als 700 Vereinsmitgliedern in Oberösterreich (tv1.nachrichten.at).

Studie: Freiwilligendienst wirkt nach

Eine aktuelle Studie der Hochschule Landshut (Jänner 2025) in Deutschland zeigt: Wer sich früh engagiert, bleibt oft auch im Erwachsenenalter aktiv. Besonders stark wirkt sich ein früher Einstieg im Jugendalter aus, doch auch Freiwilligendienste prägen die Engagementbiografie deutlich. In Deutschland ersetzt der Bundesfreiwilligendienst seit der Abschaffung des Zivildienstes verpflichtende Dienste – ein zentraler Unterschied zu Österreich. Grundlage der Analyse ist der Freiwilligensurvey 2019 mit rund 24.000 Befragten (elibrary.utb.de).

20 Jahre Einsatz für Mensch, Umwelt und Tier

Seit 20 Jahren unterstützt der gemeinnützige, unabhängige Verein MUT Menschen in Not – in Wien, Salzburg und Niederösterreich. Rund 50 haupt- und viele ehrenamtlich Engagierte betreiben u. a. einen Gratis-Sozial-Greißler, betreutes Wohnen für Familien sowie Not- und Obdachlosenhilfe. Leitprinzip: die Einheit von Mensch, Umwelt und Tier. Ein Beitrag über gelebtes Engagement – nachzuhören in der Sendung Moment von Radio Ö1 (sound.orf.at).

Mit 90 im Einsatz

Elfriede Müller leistet seit 2014 freiwilliges Engagement im Pflegezentrum Zistersdorf – mit 90 Jahren. Sie betreut Einzelpersonen, organisiert Gebete und begleitet Wortgottesdienste. Für ihren langjährigen Einsatz wurde sie nun offiziell geehrt. Ihre Haltung: "Ich mach’s ja gern." (noen.at)

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