#immerfreitags: Einfach & Gratis – Neuer Standard für Strafregister­bescheinigungen

16.01.2026

Die Meldungen der Woche

 

Einfach & Gratis: Neuer Standard für Strafregisterbescheinigungen

Die Gebührenbefreiung für Strafregisterbescheinigungen kostete Freiwillige bisher oft Zeit und Nerven. Das ändert sich jetzt. Ein neues, ressortübergreifend abgestimmtes Verfahren schafft Klarheit im Kontakt mit Behörden. Kernstück ist ein einheitliches Formular „Bestätigung des freiwilligen Engagements“. Es ist über das Freiwilligenweb abrufbar. Wichtig: Ab sofort gilt ausschließlich dieses Standardformular. Neu ist auch die behördliche Prüfung: Die ausstellenden Stellen verifizieren den Status der Organisation über eine zentrale Liste im Freiwilligenweb. Liegt das Formular korrekt ausgefüllt vor, wird die Strafregisterbescheinigung gebührenfrei ausgestellt. Alle Details zum neuen Ablauf findest du im Newsbeitrag auf freiwillig-engagiert.at!

Tirol startet in „Jahr des Ehrenamts“

Das Land Tirol macht 2026 zum „Jahr des Ehrenamts“. Zentrales Element ist die neue Ehrenamtscharta, ein gemeinsames Bekenntnis von Land und Verbänden zur langfristigen Verbesserung der Rahmenbedingungen. Geplant sind handfeste Erleichterungen: Eine digitale Förderplattform soll den Zugang zu Landesmitteln bündeln. Zudem prüft das Land eine landesweite Haftpflichtversicherung, führt eine zentrale Rechtsberatung für Vereine ein und stellt auf einer neuen Wissensplattform Musterdokumente bereit (tirol.gv.at).

Nachbarschaftshilfe wird zu „Nachbarschaftskultur“

Im Waldviertel erhält die organisierte Nachbarschaftshilfe ein Upgrade und heißt nun „Nachbarschaftskultur“. Die vom Land Niederösterreich unterstützte Initiative bündelt Projekte unterschiedlicher Träger:innen in 31 Gemeinden in einem gemeinsamen Verein. Zusammen übernehmen rund 600 Ehrenamtliche in der Region Fahrt- und Bringdienste sowie Besuchs- und Spaziergehdienste (ots.at).

Überraschender Förderstopp

Die Austrian Development Agency (ADA), die staatliche Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, stellt 2026 die Finanzierung internationaler Freiwilligeneinsätze ein. Der betroffene Verein „Volontariat bewegt“ (getragen von den Salesianern Don Boscos und Jugend Eine Welt) kritisiert die Kurzfristigkeit der Entscheidung nach rund 20 Jahren Kooperation. Trotz Wegfalls der staatlichen Mittel sollen die bereits geplanten Einsätze für 2025/26 und 2026/27 durch private Spender:innen und Partner:innen abgesichert werden (religion.orf.at).

Relaunch: „Freiwillig für Wien“

Die Vermittlungsplattform „Freiwillig für Wien“ startet mit einem frischen Design ins neue Jahr. Neu ist unter anderem eine Rubrik für Social Days, über die Unternehmen direkt nach Einsatzmöglichkeiten für ihre Teams suchen können. Zudem ergänzt das Modul „Soforthilfe Wien“ die Plattform: Registrierte Nutzer:innen werden hier im Katastrophenfall rasch per SMS oder E-Mail über aktuelle Hilfseinsätze informiert (ots.at).

Orientierungshilfe

Wie gelingt der Einstieg ins Engagement und welche Kriterien helfen bei der Suche nach dem passenden Angebot? Das erläutert Petra Pongratz (Geschäftsführerin des Zentrums für Zivilgesellschaft – Verein füruns und Sprecherin der ARGE Freiwilligenzentren Österreich) im Interview mit active beauty. Pongratz thematisiert darin, wie Hürden für Interessierte abgebaut und der Prozess bis zum ersten Einsatz gestaltet werden kann (activebeauty.at).

EU-Rechtsform für Vereine unterstützen

Die geplante Richtlinie für grenzüberschreitende Vereine (ECBA) steht kurz vor dem Scheitern, warnt der Dachverband der europäischen Zivilgesellschaft, Civil Society Europe. Die Reform sollte NGOs ermöglichen, EU-weit so unbürokratisch wie Unternehmen zu agieren. Civil Society Europe ruft zur Unterstützung der Initiative auf. Den offenen Brief an die EU-Spitze kannst du noch bis 22. Jänner online unterzeichnen (docs.google.com).

Freiwillige als kritische Infrastruktur

Ein Brandanschlag legte die Stromversorgung für zehntausende Haushalte in Berlin tagelang lahm. Dass es trotz Eiseskälte keine Todesopfer gab, ist wohl auch dem schnellen Eingreifen lokaler Akteur:innen wie dem Verein „Perspektive Zehlendorf“ zu verdanken. Freiwillige Helfer:innen und Pflegedienste sicherten vor Ort die Versorgung vulnerabler Personen ab (taz.de).

Wir sind das Informationsportal für freiwilliges Engagement in Österreich und sammeln für dich die wichtigsten Meldungen aus der Medienlandschaft. Mit #immerfreitags bleibst du am Laufenden!

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