#immerfreitags: Zivildienstreform – 400 Stunden Ehrenamt anrechenbar

25.09.2026

Die Meldungen der Woche

 

Zivildienstreform: 400 Stunden Ehrenamt anrechenbar

Nach der Wehrdienstreform präsentierte die Bundesregierung diese Woche erste Details zum Zivildienst. Auch das Ehrenamt spielt dabei eine Rolle. Sinkt die Zahl der Grundwehrdiener unter eine Schwelle, verlängert sich der Zivildienst automatisch um zwei Monate. Diese Zeit sollen Zivildiener künftig auch mit 400 Stunden Ehrenamt abarbeiten können, verteilt auf fünf Jahre. Eingeschränkt wird hingegen die Anrechnung von Freiwilligendiensten wie dem FSJ: Sie gilt künftig nur noch für maximal ein Prozent der Stellungspflichtigen, und nur bei zwölf Monaten Vollzeit oder 2.000 geleisteten Stunden. Fix ist all das aber noch nicht. Die Regierung benötigt für die Reform eine Zweidrittelmehrheit im Parlament – und damit die Stimmen von den Grünen oder FPÖ (orf.at).

OÖ: 23 Persönlichkeiten für soziales Engagement ausgezeichnet

Bei einem Festakt im Linzer Landhaus wurden 23 engagierte Persönlichkeiten aus dem Sozialbereich vor den Vorhang geholt. Fünf Personen erhielten den Ehrentitel „Konsulent:in für Soziales“, 18 weitere wurden mit der Humanitätsmedaille des Landes Oberösterreich ausgezeichnet. Gewürdigt wurde ihr langjähriger Einsatz unter anderem für ältere Menschen, Menschen mit Behinderung sowie Kinder und Jugendliche (christian-doerfel.at).

Kärnten: 2.562 Wikipedia-Beiträge aus freiwilligem Engagement

Der Kärntner IT-Unternehmer René engagiert sich ehrenamtlich für Wikipedia und hat mittlerweile exakt 2.562 Bearbeitungen beigetragen. Sein Schwerpunkt liegt auf Informatik, digitaler Souveränität, Open Source und Linux-Communitys. Je nach Thema investiert er dafür wenige Stunden bis mehrere Wochen. Für ihn ist das Engagement eine Form des Zurückgebens: Er möchte Wissen, von dem er selbst profitiert, auch anderen zugänglich machen (5min.at).

Steiermark: Wie KI Vereinen Zeit für ihr Engagement zurückgibt

Rund 125.000 Vereine gibt es in Österreich – viele davon kämpfen mit viel Arbeit und wenigen Ehrenamtlichen. Ein Beispiel zeigt, wie Künstliche Intelligenz entlasten kann: Bei Kiwanis Österreich wurden Kommunikations- und Verwaltungsabläufe automatisiert. Marketingverantwortlicher Sepp Schachermayr konnte seinen monatlichen Zeitaufwand dadurch von rund 200 auf etwa 100 Stunden reduzieren. Gleichzeitig wurden unter anderem 300 neue Facebook-Follower in drei Monaten gewonnen (meinbezirk.at).

OÖ: Argumentationstraining zu Asyl und Migration

Wie können Gespräche über Asyl und Migration sachlich und faktenbasiert geführt werden? Das Argumentationstraining mit Marion Wisinger und Lukas Gahleitner-Gertz vermittelt rechtliche Grundlagen, Statistiken sowie Strategien für den Umgang mit gängigen Denkmustern und Argumentationslinien. Der Workshop findet am 2. Oktober von 13:30 bis 17:00 Uhr im füruns-Seminarraum in Linz statt – Anmeldung noch bis heute (fuer-uns.at).

Kärnten: „Stille Helden“ vor den Vorhang geholt

Im Rahmen der Aktion „Stille Helden“ wurden in Kärnten 16 Menschen für ihr freiwilliges Engagement ausgezeichnet. Gewürdigt wurden Frauen und Männer aus unterschiedlichen Bereichen, die sich in ihrer Freizeit für andere und ihre Gemeinschaft einsetzen. Die Auszeichnung macht den Einsatz jener Ehrenamtlichen sichtbar, die häufig abseits der Öffentlichkeit wirken, aber einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten (meinbezirk.at).

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