#immerfreitags: Wissenschaft stärkt NGOs den Rücken

26.09.2025

Die Meldungen der Woche

 

Wissenschaft stärkt NGOs den Rücken

In Deutschland – und zuletzt auch in Österreich – geraten Nichtregierungsorganisationen zunehmend ins Visier politischer Kampagnen. Der Vorwurf in Deutschland lautet, NGOs würden "linke Lobbyarbeit" betreiben – finanziert durch öffentliche Mitteln. Eine aktuelle Studie des Maecenata Instituts in Berlin widerlegt die Vorwürfe. Lediglich sechs Prozent der Organisationen verstehen sich als politische Akteur:innen, die große Mehrheit wirkt lokal, ehrenamtlich und ohne parteipolitische Agenda. Öffentliche Gelder machen im Schnitt nur elf Prozent des NGO-Budgets (in Deutschland) aus, den Rest tragen Mitgliedsbeiträge und Spenden. Die Autor:innen warnen: Pauschalisierende Kritik verzerrt die Realität und schürt Misstrauen gegenüber freiwilligem Engagement insgesamt (ssoar.info).

Meta untersagt politische Werbung in der EU

Das US-Technologieunternehmen Meta, Betreiber von Facebook, Instagram und Threads, verbietet ab Oktober 2025 bezahlte Werbung zu gesellschaftlichen und politischen Themen in allen EU-Ländern. Viele Organisationen nutzten bisher solche Anzeigen, um Anliegen wie Klimaschutz oder soziale Gerechtigkeit sichtbar zu machen. Künftig bleibt nur noch die organische Reichweite, da bezahlte Verstärkung entfällt. Für reine Spendenkampagnen ohne politischen Bezug könnte Werbung erlaubt bleiben, die Abgrenzung ist jedoch unscharf (fundraising.at).

Freiwillige forschen mit

Als Citizen Scientist kann jede:r Teil von Wissenschaft werden. Wie das genau funktioniert, zeigt dir ein Info-Webinar der Online-Plattform "Österreich forscht". Am Dienstag, 4. November, 10:00 Uhr (ca. 1 Stunde, via Zoom) erfahren Interessierte, wie sie sich mit freiwilligem Engagement an Forschungsprojekten beteiligen können – von Naturbeobachtung über Kulturerbe bis hin zu Themen wie Sprache oder Gesundheit (citizen-science.at).

Zwei Millionen Erinnerungen online

Topothekar:innen sind engagierte Freiwillige, die Fotos, Dokumente und Videos aus Privatbesitz digital zugänglich machen. Mehr als 3.000 von ihnen sammeln in rund 450 Gemeinden Alltagsgeschichten, Ansichten und Erinnerungen und tragen sie in die Plattform Topothek ein – ein offenes Online-Archiv für Orts- und Heimatgeschichte. Nun wurde ein besonderer Meilenstein erreicht: Mehr als 2 Millionen Einträge sind mittlerweile verfügbar und machen lokales Gedächtnis für alle sichtbar (topothek.at).

"Vor dem Bildschirm sitze ich nur während der Arbeit"

Der 24-jährige Amirhossein Kiyanirad floh vor acht Jahren aus dem Iran. In Österreich holte er den Hauptschulabschluss nach und macht nun eine Lehre zum IT-Techniker. All das hält ihn nicht davon ab, sich in seiner Freizeit freiwillig zu engagieren – und zwar beim Roten Kreuz, der Feuerwehr sowie bei der Wasserrettung (meinbezirk.at).

"Wie ist es, Bergretter:in zu sein?"

Podcasterin Lisa lädt regelmäßig Menschen mit spannenden Berufen oder Hobbies zum Interview – vom Stuntman bis hin zur Tierheimleiterin. In ihrer aktuellen Folge spricht Lisa mit Maria Riedler und fragt: "Wie ist es, ehrenamtlich Bergretter bzw. Bergretterin zu sein?" (bergrettung-salzburg.at)

Wir sind das Informationsportal für freiwilliges Engagement in Österreich und sammeln für dich die wichtigsten Meldungen aus der Medienlandschaft. Mit #immerfreitags bleibst du am Laufenden!

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