Engagement kann Ungleichheit verstärken

28.02.2025
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Freiwilliges Engagement kann soziale Integration fördern, aber auch bestehende Ungleichheiten verstärken.

Freiwilliges Engagement spielt eine zentrale Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zivilgesellschaft. Gleichzeitig zeigt sich, dass Engagementmöglichkeiten und -teilnahmen von tiefgreifenden sozialen Ungleichheiten geprägt sind.

 

Zentrale Erkenntnisse

  • Privilegierte Gruppen engagieren sich häufiger und besetzen einflussreiche Positionen , während benachteiligte Gruppen oft ausgeschlossen sind oder weniger prestigeträchtige Aufgaben übernehmen.

  • Barrieren wie Bildung, Einkommen und soziale Herkunft beeinflussen die Zugänge.

  • Dies führt dazu, dass Engagement soziale Ungleichheiten nicht nur widerspiegelt, sondern auch verstärken kann.

  • Die Forschung befindet sich allerdings noch in den Anfängen. Neben qualitativen Analysen zu den Mechanismen, durch die Engagement soziale Ungleichheit (re-)produziert, fehlen auch Langzeitstudien zu den Auswirkungen auf individuelle Lebensverläufe. Auch zu neuen Engagementformen wurde bisher noch kaum geforscht.

  • Engagement hat das Potenzial, soziale Integration zu fördern. Dafür sind jedoch strukturelle Anpassungen erforderlich, um gerechtere Teilhabe zu gewährleisten und Ungleichheiten abzubauen.

 

Methodik und Durchführung

Die Studie basiert auf einer systematischen Übersichtsarbeit, in deren Rahmen 20 wissenschaftliche Publikationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Zusammenhang von freiwilligem Engagement und sozialer Ungleichheit ausgewertet wurden. Die Auswahl der Studien erfolgte anhand festgelegter Ein- und Ausschlusskriterien, wobei der Fokus auf demografischen Merkmalen wie Ethnizität, Migration, Bildung und Einkommen lag. Für die inhaltliche Analyse kam eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring zum Einsatz.

 

Publikation

Jauch. C (2025), Reduktion sozialer Ungleichheiten durch freiwilliges Engagement? Forschungsstand und Forschungsansätze, Berlin: Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft, ISSN: 1868-1840

Link zur Studie

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