StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt
Ein Nachbarschaftsprojekt gegen häusliche Gewalt. StoP ist ein partizipatives, demokratisches und zukunftsorientiertes Projekt, bei dem alle Menschen, v.a. Nachbar*innen eingeladen und befähigt werden, sich aktiv gegen häusliche Gewalt an Frauen und Kindern zu engagieren.
Alle werden aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen, nicht wegzuschauen und Anzeichen nicht zu ignorieren. Nach dem Motto: Was sagen. Was tun!
StoP richtet sich nicht nur an Betroffene von Gewalt, sondern zeigt auf, was jede*r tun kann, um Gewalt zu unterbrechen, zu stoppen oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen.
Die Möglichkeiten des Engagements sind vielfältig
Engagierte können sich bei StoP melden u. bei den zahlreichen Aktivitäten mitmachen, wie etwa bei den sog. „Frauen- Männertische und Nachbarschaftstischen“. Das sind Gesprächsrunden, bei denen sich alle niederschwellig über Zivilcourage und häusliche Gewalt/Partnergewalt informieren und austauschen können. Zivilcourage gegen Partnergewalt kann und muss gelernt und geübt werden. Sie beginnt beim Reden und mit einer klaren Haltung gegen Gewalt an Frauen. Weiters werden Ideen und Aktionen geplant und umgesetzt, wie etwa Infotische, nachbarschaftliche Gespräche an den Türen, Flyer verteilt usw.
Erst wenn Nachbar:innen wissen, wie sie Gewaltopfern in der Umgebung helfen können, beginnt Zivilcourage.
Link zur Webseite: www.stop-partnergewalt.at
Das Projekt wird koordiniert vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)
Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ist die Dachorganisation von 16 autonomen Frauenhäusern und wurde 1988 als Zusammenschluss der Mitarbeiterinnen der autonomen Frauenhäuser in Österreich gegründet.
Ziel war es, eine Plattform für gemeinsame Lösungen und Strategien und für einen professionellen Austausch zu schaffen und gemeinsam über das Thema Gewalt an Frauen und Kindern zu informieren und zu sensibilisieren. Die Service-, Netzwerk-Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeit für die autonomen Frauenhäuser in Österreich ist nach wie vor die Kernarbeit des Vereins AÖF. Die autonomen Frauenhäuser verstehen sich als überparteiliche und überkonfessionelle Einrichtungen. Sie bieten von Gewalt betroffenen Frauen und deren Kindern unbürokratische Soforthilfe. Die autonomen Frauenhäuser arbeiten nach internationalen und feministischen Grundprinzipien.
Freiwilliges Engagement spielt im Verein AÖF-Autonome Österreichische Frauenhäuser mittlerweile eine ganz zentrale Rolle.
Unser Tätigkeitsspektrum
Der Sitz des Vereins AÖF ist in Wien, daher finden auch zahlreiche Aktivitäten zur Gewaltprävention in Wien statt, insbesondere Vernetzungs- und Kampagnenarbeit. Das Tätigkeitsspektrum des Vereins hat sich jedoch kontinuierlich erweitert.
Heute umfassen die Vereinstätigkeiten folgende fünf Bereiche:
- Informationsstelle gegen Gewalt,
- die nationale Frauenhelpline gegen Gewalt an Frauen 0800/222 555,
- die ONLINE Beratung durch den Helpchat www.haltdergewalt.at,
- StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt www.stop-partnergewalt.at und
- das Empowermentzentrum BAHKTI für Mädchen www.bakhti.at und extern für Burschen www.bakhti.burschen.at.