Freiwilligen­konferenz 2022

« Die Welt retten! »

Wir laden dich herzlich ein zu Österreichs größter Tagung im Freiwilligenbereich – mit viel Raum für Vernetzung.

Datum & Uhrzeit
30. November 2022
10:00 bis 17:00 Uhr

Veranstaltungsort
Skydome
Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien
sowie online auf freiwillig-engagiert.at/freiwilligenkonferenz

Jetzt anmelden!

Mit Engagement die Welt retten

Klima-Krise, Kriege, Pandemie und eine immer älter werdende Gesellschaft – was kann freiwilliges Engagement zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen beitragen? Diese Frage wollen wir im Skydome in Wien beantworten. Unter dem Motto "Die Welt retten", bieten wir Inspiration und richten einen positiven Blick in die Zukunft.

Lass dich inspirieren!

Die Freiwilligenkonferenz ist die größte Tagung im österreichischen Freiwilligensektor. 2022 stehen zukunftsweisende Beiträge freiwilligen Engagements zu den aktuellen Herausforderungen unserer Gesellschaft im Zentrum. Wir stellen innovative Lösungen vor und laden dazu namhafte Expert:innen aus Österreich und Deutschland ein, ihre Zukunftsbilder des freiwilligen Engagements mit uns zu teilen.

In Präsenz und online

Die Konferenz wird sowohl als Präsenz- als auch als Online-Veranstaltung abgehalten. Auch eine aktive Online-Teilnahme per Videokonferenz (Zoom) ist möglich.

Programm

Durch das Programm führt Moderatorin Claudia Em.

10:00 Uhr | Einlass und Ankommen

Willkommen bei der Freiwilligenkonferenz 2022. Nach der Anmeldung am Welcome-Desk gibt es erste Gelegenheiten zum Plaudern und Netzwerken. Auch online bieten wir dir eine erste Möglichkeit zum Austausch.

10:30 Uhr | Eröffnung

Wir starten unser offizielles Programm mit Grußworten von Mag. Anton Hörting, Leiter der Abteilung für Freiwilligenangelegenheiten im Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie von Dir.in Sabine Geringer, MSc, MBA, Geschäftsführerin Wiener Hilfswerk.

10:45 Uhr | Vortrag: "Trendanalyse – Engagement und Beteiligung in Deutschland“

Unter welchen Bedingungen entsteht das Gemeinwohl jetziger und zukünftiger Generationen? Dieser Forschungsfrage widmet sich das Projekt ENGAGE in Deutschland. Welche Bedingungen braucht es, damit Engagement und Beteiligung, dazu einen Beitrag leisten können? Um diese Frage zu beantworten, untersuchte ein Projektteam unter Leitung der Universität Münster in fünf Fallstudien verschiedene Teilhabeformate.

Im Oktober 2022 wurde das mehrjährige Projekt abgeschlossen. Die Forschungsergebnisse präsentiert David Hofmann in seiner Eröffnungs-Keynote zur Freiwilligenkonferenz 2022. Er geht dabei insbesondere auf durchgeführte Fallstudie zur „Beteiligung der Zivilgesellschaft in offenen Werkstätten, Reparaturinitiativen oder Urban-Gardening-Projekten“ ein.

 

Zur Person

David Hofmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung im Forschungsfeld "Umweltökonomie und Umweltpolitik". Seine Forschungsschwerpunkte sind alternative Wirtschaftsweisen, Postwachstum sowie Wirtschafts- und Umweltpolitik.

11:30 Uhr | Vortrag: "Engagement und Feuerwehr – Wer löscht morgen?“

„Wer löscht morgen?“ Die Förderung des Ehrenamtes in den Freiwilligen Feuerwehren in Bayern. Darum geht es in dem vom Bayerischen Innenministerium finanzierten Projekt, das an der Technischen Hochschule Nürnberg durchgeführt wird. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Freiwilligen Feuerwehren und somit die Frage nach der Gewinnung neuer Engagierter für traditionelle Bereiche des Ehrenamtes. Ein zentrales Thema der Forschungen ist auch die zeitgemäße Wertschätzung von Engagement. Welche Anerkennung ist zum Beispiel für jüngere Freiwillige nicht mehr passend? Welche anderen, neuen Formate des Dankes braucht es stattdessen und wie können diese erfolgreich entwickelt und umgesetzt werden?

Projektleiterin Prof. Dr. Doris Rosenkranz ist Sprecherin der Hochschulkooperation Ehrenamt in Deutschland. Sie ist Mitglied im Vorstand der Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern sowie im Ethikrat der Bayerischen Staatsregierung. Als Mitglied der Sachverständigenkommission der Bundesregierung arbeitete sie am Zweiten Engagementbericht mit.

 

"Aktive halten und neue Engagierte gewinnen – das ist oft eine Herausforderung. Was dabei wichtig ist, zeigt ein Blick in die Werkstatt des praxisnahen Forschungsprojektes „Wer löscht morgen?“ am Beispiel der Freiwilligen Feuerwehren in Bayern."

Zu den Vortragenden

Enya Buchner, M.A., ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Hochschule Nürnberg in mehreren Forschungsprojekten zum Thema Ehrenamt und Engagement tätig.

Brigitte Limbeck, Dipl.-Soz.päd., begleitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin das Forschungsprojekt. Sie ist freiberuflich u. a. Lehrbeauftragte an der Technischen Hochschule Nürnberg und Freiwilligenmanagerin HKFM.

12:15 Uhr | Mittagspause

In der Mittagspause verwöhnt uns das Event-Team des Wiener Hilfswerks mit vegetarischen und veganen Köstlichkeiten.

13:15 Uhr | Vortrag: "The Rocking Community – Das Netzwerk für Menschen kurz vor bis lange nach der Pensionierung“

The Rocking Community ist ein Netzwerk für alle, die sich auf die nachberufliche Phase vorbereiten wollen oder bereits in Pension sind. Spaß haben, Leute treffen und Kompetenzen nutzen ist das Motto. Ingrid Urbanik und Elfie Rosner vom Verein Rocking Communities sprechen in ihrem Vortrag darüber, wie das Netzwerk für Menschen kurz vor bis lange nach der Pensionierung funktioniert.

 

"Bei uns gibt es fast jeden Tag eine Veranstaltung, bei wir gemeinsam etwas unternehmen. Da kommt man ganz nebenbei rasch miteinander ins Gespräch.“

- Ingrid Urbanik

Zu den Vortragenden

Ingrid Urbanik war Geschäftsfrau und führt heute als Obfrau den Verein The Rocking Community. Gemeinsam mit den 21 Gruppenleiter:innen ist es ihr ein Anliegen, dass die Menschen in der nachberuflichen Phase geistig und körperlich fit bleiben, neue Leute kennenlernen und miteinander Spaß haben. Das Soziale Netzwerk für (angehende) Pensionist:innen ist mittlerweile in Wien und Graz aktiv.

Elfie Rosner ist Mediatorin und Coach. In ihren Coachings für Active Agers bereitet sie Menschen auf die Pensionierung vor. Bei The Rocking Community sorgt sie als Gruppenleiterin mit Brain Gym, Lesekreis und dem Erzählcafé für viel Abwechslung.

13:45 Uhr | Vortrag: "Der Stubaier Weg einer Caring Community oder einer sorgenden Talschaft. Zsammtian und fein Tunken!“

Was braucht es für ein gutes Miteinander aller Generationen, von Alteingesessen und Neuzugezogen in unserer Talgemeinschaft? Was bringt mehr sozialer Zusammenhalt für die Gesundheit und die Zukunft der Menschen im Stubaital? Wie können versteckte Nöte und unbekannte Ressourcen für ein miteinander Lebensraum fürsorglich gestalten erkannt und die Menschen miteinander verbunden werden? Was ist eine innere und was die äußere Sorgelandkarte? Welchen Beitrag leisten Freiwilligenkoordination, Partizipation und Kulturtechniken wie Theater oder Biografiearbeit für eine Caring Community?

Sibylle Auer und Christine Oberkofler zeigen in ihrem Vortrag, wie ein ganzes Tiroler Tal zum Sorgetal wird. Ausgehend von den offensichtlichen Zukunftsfragen, zeigt Auer, wie durch Steigerung der individuellen Gesundheitskompetenzen, aktive Netzwerkarbeit, politischer Weichenstellung und Mikroprojekte und nicht zuletzt einer Förderung von freiwilligem Engagement ein ganzes Tal zur Caring Community wird.

Zu den Vortragenden

Dr.in Sibylle Auer ist Fachbereichsleiterin für Engagement in der Caritas der Diözese Innsbruck und leitet das Freiwilligenzentrum Tirol Mitte. Zuvor war sie in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit tätig, bereits früh ehrenamtlich aktiv und promovierte im Fach der Politikwissenschaft. Innovation und Partizipation und besonders eine qualitätsvolle Begleitung von Freiwilligen sind ihr wichtig.

Christine Oberkofler ist Leiterin der Freiwilligenkoordination Stubaital und berät Einrichtungen, Vereine und mögliche Freiwillige. Sie verantwortet das Projekt "Zsammtian"

14:15 Uhr | Talk: "Wie Online-Plattformen zur Gewinnung Freiwilliger beitragen"

Wie können Jugendliche online für Freiwilligeneinsätze begeistert werden? Darüber spricht Barbara Österle von der Jugend-Engagement-Plattform „aha plus“ bei der heurigen Freiwilligenkonferenz. Seit mehr als fünf Jahren finden junge Menschen in Vorarlberg über „aha plus“ Engagements und erhalten Anerkennung dafür.

Im interaktiven Talk spricht Österle über ihre Erfahrungen mit dieser Engagement-App. Sie diskutiert darüber mit Andreas Baumgartner, der die Inhalte der österreichweiten Servicestelle für freiwilliges Engagement, freiwillig-engagiert.at, verantwortet. Er berichtet bei der Freiwilligenkonferenz über digitale Freiwilligenkoordination, zum Beispiel über das Smartphone.

Zu den Vortragenden:

Barbara Österle ist Mitarbeiterin des Jugendinfozentrums Vorarlberg. Seit 2017 koordiniert sie die Jugend-Engagement-Plattform aha plus und entwickelt diese partizipativ weiter.

Andreas Baumgartner ist Projektkoordinator von freiwillig-engagiert.at – der Servicestelle für freiwilliges Engagement in Österreich. Der ehemalige Journalist „brennt“ für Good News – und liebt es, die Geschichten begeisterter Freiwilliger zu erzählen.

14:45 Uhr | Kaffeepause

Zum Nachmittags-Kaffee heißt das Motto wieder: Wiedersehen, kennenlernen und Netzwerken. Unsere Online-Teilnehmer:innen laden wir ins digitale Café.

15:15 Uhr | Vortrag: "Wie aus Innovationen konkrete Lösungen werden"

ProjectTogether ist eine gemeinnützige Unternehmung mit Sitz in Berlin. Als Innovationsplattform unterstützt ProjectTogether die Talente der nächsten Generation, Ideen und konkrete Lösungen für unsere Zukunft zu entwickeln. So sollen im Spannungsfeld von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik effektive Veränderung bewirkt werden. ProjectTogether hat mehr als 1.000 soziale Initiator:innen begleitet und ein Netzwerk aus mehr als 500 ehrenamtlichen Coaches und 400 Expert:innen aufgebaut.

Freddi Lange führt in seiner Keynote in die Bottom-Up-Methode von Project Together ein. Er erklärt, wie es seiner Organisation gelingt, kleine Initiativen und deren nachhaltige Ideen mit Entscheidungsträger: innen aus der Politik zu vernetzen. Anschließend zeigt er an einem aktuellen Beispiel wie das konkret funktioniert.

 

"Sowohl die Corona-Pandemie als auch die Folgen des Angriffskriegs in der Ukraine zeigen unübersehbar auf, dass wir als gesamte Gesellschaft wirkungsvoller zusammenarbeiten müssen, um die großen Herausforderungen unserer Zeit wirklich produktiv anzugehen. Die verschiedenen Akteure bringen unterschiedliche Stärken und Schwächen mit, die dann am stärksten sind, wenn sie zusammenwirken."

- Freddi Lange

Zur Person

Freddi Lange arbeitet seit 2020 bei der gemeinnützigen Organisation ProjectTogether, in welcher er das Bündnis "Alliance4Ukraine" mitinitiiert hat und seitdem leitet. Das Bündnis setzt sich mit über 400 teilnehmenden Organisationen für die Bedarfe geflüchteter Menschen aus der Ukraine und weiteren Ländern ein. Zuvor hat Freddi Lange eigene Social Start-ups aufgebaut und Europas größte von Studierenden organisierte Konferenz zum Thema Social Innovation verantwortet.

15:45 Uhr | Abschluss-Panel

Zum Abschluss wollen wir noch einmal zurück zu unserer Ausgangsfrage gehen: „Wie können wir die Welt mit freiwilligem Engagement retten?“ Wir begrüßen folgende Gäste auf unserem Podium;

 

  • Franz Neunteufl - Geschäftsführer Bündnis für Gemeinnützigkeit
  • Maria Lettner, Referentin der Bundesjugendvertretung
  • Martin Oberbauer, Obmann des Netzwerks Feriwilligenkoordination

16:15 Uhr | Ausklang / Networking

Zum Ende des offiziellen Programms gibt es noch einmal Gelegenheit, um mit Vortragenden und Besucher:innen – online und vor Ort – ins Gespräch zu kommen.

Die Freiwilligenkonferenz wird ermöglicht durch Fördermittel des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

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